Erziehung · Hundeleben

Stubenrein – so haben wir es bei Kaya ganz schnell geschafft

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Hallooo ihr Lieben  Heute geht es bei uns um ein Thema, dass in Kaya’s Fall schon ein paar Jährchen zurück liegt, aber dennoch einen Post wert ist. Es geht, wie der Titel schon verrät, um das Thema Stubenreinheit. Bei Kaya hatten wir das große Glück, dass sie in knapp einer Woche stubenrein war. Danach gab es in sehr großen Abständen nur noch zwei bis drei kleine „Unfälle“, welche meiner Meinung nach aber nicht mitgezählt werden dürfen, da zwei kurz nach ihrer OP (Kastration) passierten und der dritte als sie ein bisschen Magenproblemchen hatte. Ich finde es an dieser Stelle außerdem besonders wichtig, auf zweifelhafte Ratschläge die ich damals im Internet gefunden hatte zu aufmerksam zu machen und dringend davon abzuraten! Dazu zählten zum Beispiel den Hund mit der Schnauze in seine Hinterlassenschaften zu drücken. Ehm.. bitte was? Ja ihr habt richtig gelesen! In einigen Foren wird einem tatsächlich dazu geraten und ich war regelrecht entsetzt, dass frisch gebackenen Hundeeltern zu solchen Maßnahmen verleitet werden. Um Gottes willen – tut sowas bloß nicht! Es ist für den Hund entsetzlich unangenehm, erniedrigend und einfach nur schrecklich. Dass Menschen überhaupt auf sowas kommen, finde ich mehr als erschreckend! Ein bisschen schimpfen in einem strengen Ton reicht vollkommen. Der Hund versteht dadurch sehr wohl, dass das was er getan hat falsch war. Weitere Maßnahmen oder gar Grausamkeiten sind auf keinsten Fall notwendig und solche wie diese sowieso total fehl am Platz!
Doch wie bringt man einem jungen Hund nun schnellstmöglich bei, dass man in der Wohnung nicht sein Geschäft verrichten kann wo man geht und steht? Wir haben zum einen natürlich einen kleinen Vorteil, da wir in einer Erdgeschosswohnung mit Garten wohnen zum anderen war Kaya als sie bei uns einzog schon ein halbes Jahr alt. So ging es also alle paar Stunden oder wenn sie unruhig wurde Gassi oder kurz raus in den Garten, bis sie ihr Geschäft erledigt hatte. Anschließend wurde sie dann mit viel Lob überschüttet und mit einem Leckerli belohnt. So hatte sie dann bereits nach 2 Tagen total stolz auf ihr Leckerli bestanden, wenn wir draußen waren und forderte dies auch mit großen Kulleraugen ein, wenn sie fertig war.
Sechs Tage nach Kaya’s Einzug ging dann das letzte Mal zwischendurch was daneben und wir fingen an die Abstände zwischen den Gartenausflügen oder Gassirunden zu vergrößern. Auch das klappte wunderbar. Sie hatte offensichtlich verstanden, dass es früher oder später wieder für sie nach draussen geht, wo dann auch noch Lob und ein Leckerli warteten. Das war natürlich viel besser als in die Wohnung zu machen und Ärger zu bekommen! Irgendwann fing ich dann an, den Gang in den Garten mit der Frage „Gassi!?“ zu verbinden. Im Ablauf sah das dann folgendermaßen aus: Hund muss sichtlich raus (geht zur Terrassentür oder macht sich mit Winseln bemerkbar) – „Gassi!?“ – ab nach draußen Geschäft erledigen – Lob und Leckerli. Dadurch wollte ich ihr bewusst machen, dass es für sie gleich nach draußen geht. Nach kurzer Zeit hatte sie dann verstanden, dass immer wenn ich dieses Wort sage, es für sie nach draußen geht, damit sie ihr Geschäft verrichten kann. Mittlerweile haben wir das Ganze so bei ihr verinnerlicht, dass wenn ich sie frage ob Gassi gehen muss, sie mit aufgeregtem Schwanzwedeln reagiert oder hastig zur Tür rennt und aufgeregt zu winseln beginnt. Muss sie allerdings nicht nach draußen, erfolgt auf dieses Wort absolut keine Reaktion. Wie genau wir das hinbekommen haben, dass sie quasi mit einer Antwort reagiert, kann ich leider auch nicht wirklich sagen. Irgendwann war es auf einmal so. Witzig oder? Aber das ist vielleicht ein schöner Beweis dafür, dass Hunde den Mensch viel besser verstehen als die meisten denken. Ich finde es großartig.

Wurde euer Vierbeiner auch so schnell stubenrein? Und habt ihr auch solche Erlebnisse, wo euch klar geworden ist, dass euer Hund ganz genau versteht was ihr sagt?

10 Kommentare zu „Stubenrein – so haben wir es bei Kaya ganz schnell geschafft

  1. Hallo, meine Lady ist jetzt ca. 18 Monate und immer noch muss ich darauf Acht geben das der Teppich trocken bleibt. Das Problem? Sie meldet nicht. Sie setzt sich vor die Tür und wartet und wartet…..Wenn man hier nicht rechtzeitig reagiert passiert ein Hopalla. Leider kann ich sie auch nicht länger als 5h alleine daheim lassen, denn länger hält ihre Blase nicht durch….Ich wusste zwar das Bulldoggen länger brauchen bis sie komplett stubenrein sind, aber ich glaube das ist eher ein Projekt dass das ganze Leben dauert *Augen verdreh*. LG Claudia

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    1. Hallo Claudia 🙂 Ohje.. das ist in der Tat ein Problem.. hast du mal mit einem Hundetrainer gesprochen wie man ihr vielleicht das Melden beibringen könnte? Das wäre ja wirklich doof, wenn du die nächsten X Jahre damit zutun hättest. Da kann man bestimmt was machen! 🙂
      LG

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    2. Hallo Claudia!

      Was bei dir und deiner Hündin passiert, ist ein großes Missverständnis, denn sie meldet sich bereits!
      Hunde kommunizieren nicht verbal, so wie wir Menschen, sondern sie versuchen uns, mit ihrer Körpersprache und Mimik Dinge mitzuteilen.
      Genau das macht deine Hündin, indem er sich vor die Tür setzt und wartet. Eigentlich alles richtig gemacht. Aus Hundesicht sogar ein sehr höfliches Verhalten, da sie dir gegenüber nicht aufdringlich wird.
      Was aber deine Hündin leider gelernt hat, ist: „Obwohl ich ihr anzeige, dass ich muss, passiert nichts. Ich kann mich nicht auf sie verlassen.“
      Daher wählt deine Hündin die Eigenständigkeit aus und macht in die Wohnung.
      Mein Tipp an dich: Zeige ihr, dass sie sich auf dich verlassen kann und lerne ihre Sprache. Geh beim kleinsten Anzeichen mit ihr raus und lerne zu schätzen, dass sie sich nicht „meldet“, wie wir Menschen es erwarten.
      Liebe Grüße,
      Nora

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  2. Zoe kam mit 5 Monaten zu mir und war direkt nach dem ersten Tag stubenrein. Bin aber auch jede Stunde mit ihr raus gegangen. Auch musste ich nur die erste Nacht mit ihr raus, danach hat sie durchgeschlafen. Was auch super klappt ist die Konditionierung aufs Pipi machen. Habe Zoe immer mit den Worten „Fein Pipi gemacht“ gelobt und nun muss ich sie draußen nur fragen „Zoe Pipi machen?“ und sie hockt sich sofort auf die nächste Wiese. 😉👍🏻

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  3. Paul kam mit 5 Monaten zu uns. Leider mit Durchfall. Sind mit ihm alle zwei Stunden raus. Nachts nur einmal. Und dennoch ist es dann passiert. Als wir den Durchfall im Griff hatten, war auch er Stubenrein. Das alles dauerte 2 Wochen.

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  4. Hi. Toll gemacht! Bei uns war es auch schnell erledigt. Pauli war 8 Wochen und nach 2 Tagen stubenrein. Er hat ab dem zweiten Tag äußerst brav gemeldet und reingemacht hat er (aufgrund unserer Unachtsamkeit) 4 mal Pipi. Damit war die Sache dann auch erledigt :). Heute kann er problemlos auch mal länger alleine bleiben – obwohl er eigentlich nie länger als 5 Stunden alleine ist. Lies sich bis jetzt immer toll einrichten! LG

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  5. Hi. Toll gemacht! Bei unserem Pauli war das alles schnell erledigt. Er war nach 2 Tagen stubenrein und hat immer äußerst brav und zuverlässig gemeldet. Insgesamt sind 4 Pipi Hoppalas passiert – war natürlich unsere Unachtsamkeit. Heute kann er problemlos alleine bleiben, gewöhnt sich schnell an neue Umgebungen (wie Hotelzimmer) und ist einfach wie bestellt für uns :). LG

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  6. Hallo, meine kleine Fine kam mit knapp 4 Monaten zu uns. Und wurde erzählt, dass sie stubenrein wäre. Dies war aber leider nicht der Fall. Eher glaubten wir, dass die Vorbesitzer ein Katzenklo für sie hatten, da sie eine sehr kleine Dame ist 🙈. Sie machte immer überall hin wo sie stand da machte sie. Ohne Anzeichen auch nicht vor die Tür setzten einfach dort gemacht wo sie stand. Es war auch für uns sehr schwierig einzuschätzen, ob die kleine maus musste, da sie als Rehpinscher eine sehr hibbelige Frohnatur ist und somit immer nervös ist auch wenn sie nicht muss. Aber mittlerweile nach 5 Monaten haben wir es schon gut raus wann sie muss und wann nicht. 😊

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