Hundeleben

Aufreger der Woche – Verantwortungslose Hundebesitzer

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Hallihallo ihr Lieben. Aus gegebenem Anlass ist es mal wieder Zeit für einen Meckerpost! Dieses Mal mit einem Thema, dass mich im Moment des Geschehens regelrecht aus der Haut fahren lies und ich für eine Sekunde dezent die Beherrschung verlor. Tatort: Ein Tierfachgeschäft Wiesbaden – 10:30 Uhr Ortszeit, ein Samstag. Man fährt mit seinem Hund total entspannt zum Tierfachgeschäft um den Vorrat an Hundefutter aufzustocken und vielleicht noch die ein oder andere Besorgung zu machen. Alles total entspannt, sollte man meinen.. Als ich auf den Parkplatz fuhr, lief mir direkt ein Hund vor’s Auto – angeleint und am anderen Ende der Leine ein ca. 3 Jahre altes Kind, das sichtlich nicht in der Lage war den Hund festzuhalten.  Die Mutter, mit Kind Nummer zwei beschäftigt und dabei sichtlich überfordert, bekommt von meiner Vollbremsung natürlich viel zu spät etwas mit, reißt dann aber den armen Hund so sehr an der Leine zurück, dass er die Bodenhaftung verliert. Alleine dieser Anblick ließ mein Wutbarrometer schon nach oben schnellen.

Im Laden angekommen schlenderte ich mit Kaya, auf der Suche nach ihrem Futter durch die Regalreihen. Dabei ständig präsent: die beiden Kinder die mit dem Hund an der Leine durch die Regalreihen rannten, Kaya erschreckten und versuchten auf Kratzbäume und in Hasenställe zu klettern. Von der Mutter weit und breit keine Spur, natürlich! Natürlich kann man über so etwas eigentlich getrost hinwegsehen – eigentlich! Nicht aber, wenn eines der Kinder anfängt den Hund zu schlagen. Sorry, aber das geht gar nicht und ich habe mich das erste Mal eingeschaltet und ihm unmissverständlich klargemacht, dass man Tiere nicht schlägt und dass es Ärger gibt falls ich das nochmal mitkriege. Nachdem ich mich nun das zweite Mal habe auf die Palme bringen lassen dachte ich eigentlich, dass es damit getan wäre, doch leider sollte ich wenige Minuten später eines besseren belehrt werden.

Auf dem Weg zur Kasse, an welcher eine völlig entnervte Kassiererin stand – weil sie ununterbrochen damit beschäftigt war, eines der beiden Kinder von den Katzenkratzbäumen herunter zu holen – musste ich an dem kleinen Mädchen vorbei, dass mit einer Hand in der Testfutterbar und dem Wassernapf spielte und in der anderen Hand die Hundeleine hielt, an deren anderem Ende nun der kleine Hund vom Parkplatz stand, der Kaya mit seinen Blicken fixierte. Da man dem Hund schon von weitem ansehen konnte, dass er auf Krawall gebürstet war, entschloss ich mich auf Umwegen zur Kasse zu gehen und machte einen großen Bogen um den Hund. Dieser riss sich dann aber los, was bei dem Kind am anderen Ende ja keine große Kunst war, und fing an Kaya mit Pauken und Trompeten anzugreifen und gezielt nach ihrem Hals uns ihrem Gesicht zu beißen. Sofort versuchte ich sie abzuschirmen und gleichzeitig nach der Leine des anderen Hundes zu greifen, während ich meinem Ärger lautstark Luft machte und wild fluchend versuchte die beiden auseinanderzubekommen. Gleichzeitig durfte ich noch darauf achten, dass Kaya nicht noch vor lauter Angst und Aufregung nach dem Kind schnappt, welches zusätzlich noch aufgeregt dazwischen herumwuselte (wer unserem Blog schon länger folgt weiß, Kaya mag Kinder nicht besonders). Mittlerweile hatte Kaya begonnen sich zu wehren und dem Hund, dem sie körperlich weitaus überlegen war, Kontra zu geben.

Wohl mitunter auch Dank dieser unüberhörbaren Geräuschkulisse kam nun die Besitzerin des Hundes und Mutter der beiden Kinder wortlos in das Geschäft gestürmt – in der einen Hand volle Einkaufstaschen des Nachbargeschäfts – packte den Hund am Geschirr und schleppte ihn hinter die erstbeste Regalreihe. Auf die darauf folgende Verbale Attacke seitens der mittlerweile wütenden Kassiererin und mir kam weder eine Entschuldigung, noch sonstiges in der Richtung. Nur ein leerer hohler Blick, der meine Vermutung bestätigte, wie es hinter ihrer Stirn aussieht. Die Kassiererin, die meiner Meinung am wenigsten Schuld an dem ganzen Spektakel hatte, entschuldigte sich unzählige Male bei mir und fragte mindestens genauso oft, ob mit Kaya denn alles in Ordnung wäre. Ja, Gott sei Dank geht es ihr gut und wir sind beide noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen. Es hörte sich in diesem Moment (wie das bei Hunden so ist) wohl schlimmer an als es letztendlich war und sah auch wahrscheinlich um vieles brutaler aus als es im Nachhinein war. Aber dennoch.. muss so etwas sein? Ich glaube nicht!

Abschließend möchte ich dieser Dame, falls sie das aus irgendwelchen zufälligen Umständen heraus lesen sollte noch sagen, dass Leute die mit der Erziehung  und Beaufsichtigung ihrer Kinder schon überfordert sind, sich doch bitte keinen Hund anschaffen sollen, denn der muss ebenfalls erzogen und vor allem beaufsichtigt werden! Verantwortungsbewusstsein – Fehlanzeige! Versteht mich bitte nicht falsch aber sowas muss einfach nicht sein! Nicht auszudenken was alles hätte passieren können.
Ich bin jedenfalls froh, dass niemand bei der ganzen Aktion verletzt wurde und hoffe wirklich sehr, dass das die erste und letzte Beißerei gewesen ist, in die Kaya unfreiwillig verwickelt wurde.

Ist euch schon einmal etwas ähnliches passiert? Wie hättet ihr an meiner Stelle reagiert?

11 Kommentare zu „Aufreger der Woche – Verantwortungslose Hundebesitzer

  1. Hallo ja da hätte ich mich auch aufgeregt. Viel machen kann man ja leider nicht. Ist uns leider auch schon passiert. Wir haben einen Mischling aus der tötungsstation. Da er schlecht sozialisiert ist, darf er nur bei bestimmten Hunden von der Leine und wir trainieren hart dran. Beim Spaziergang sprang uns plötzlich ein Hund aus einem offenen Tor an und schnappte sofort nach dem Hals meines Hundes. Ich konnte sie trennen und der Besitzer kam schnell und entschuldigte sich. Aber es ist trotzdem ein halbes Jahr hartes Training weg und wir sind bei null.

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    1. Sowas ist natürlich besonders ärgerlich! Schlimm wird es dann, wenn der Hund so groß ist, dass man ihn allein nicht unter Kontrolle oder vom eigenen Hund weg bekommt. Ich hoffe, dass ich niemals in solch eine Situation kommen werde. Dass euer ganzes Training und die harte Arbeit die damit verbunden ist nun quasi umsonst war, ist natürlich doppelt ärgerlich. Tut mir sehr leid für euch. 😦 Hoffentlich könnt ihr den Rückschlag schnell wieder aufarbeiten…
      Liebe Grüße

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  2. Oh jeee! Du Allerärmste! Ich wäre komplett ausgetickt. Also wirklich. Die Frau hätte samt ihrer Brut hinterher in eine Espressotasse gepasst, so hätte ich die zusammengestaucht. Das ist echt ein No Go!
    Arme Kaya. Ich hätte mit Shiva vermutlich ähnliche bzw. noch größere Probleme gehabt. Sie kann Kinder nicht leiden, weil sie da schon so viel schlechtes durch hat. Sie schiebt da schon Panik, wenn ein Kind nur auf sie zukommt. Früher hat sie sie echt gemocht.
    Ich lass deshalb Shiva oft im gut durchlüfteten und im Schatten stehenden Auto, um sie solchen Situationen gar nicht auszusetzen. Man muss ja leider heutzutage immer mit der größtmöglichen Dummheit und Rücksichtslosigkeit der Mitmenschen rechnen.

    Fühl dich mal geflauscht.
    Sandra & Shiva

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    1. Hallo Sandra. 🙂 Ich hätte auch am liebsten richtig Aufstand gemacht, aber die werte Dame wäre wahrscheinlich sowieso nicht einsichtig gewesen und hätte mich nachher wenn ich Pech gehabt hätte noch angezeigt wegen weiß Gott was. In solchen Situationen traue ich meinem Gegenüber nahezu alles zu. Vor allem bei solch einer seltsamen Person wie sie es war.
      Bei Kaya ist es genau das gleiche. Einmal schlechte Erfahrungen gemacht und schon haben es Kinder auf Lebzeit bei ihr vergeigt. Sie versucht immer auszuweichen oder zu flüchten. Vor allem bei Kindern die extrem laut sind.
      Mit deinem letzten Satz hast du ja soooooo recht.. Man muss wirklich immer mit der maximalen Dummheit der anderen rechnen. Schlimm nur, dass man mit dieser Dummheit dann auch noch so oft konfrontiert wird. Man könnte manchmal wirklich meinen die Menschheit verblödet…. 😦 Traurig sowas.
      Liebe Grüße an euch zwei! 🙂

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  3. Ich hätte wie du reagiert. Es ist so unverantwortlich von der Mutter und eine derartige Frechheit sich nicht einmal zu entschuldigen. Soetwas ist das aller letzte.Kinder sollten Erzogen werden,aber auch im richtigen alter erst einen Hund in die Hand bekommen. Und schon gar nicht ohne Aufsicht sein.

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    1. Genau so sehe ich das auch. Verantwortung wird in dieser Familie offensichtlich alles andere als groß geschrieben… leider. Auch wenn ich mich noch so sehr über den Hund geärgert habe, tat er mir unheimlich leid. So wie er herumgezerrt wurde, wäre ich an seiner Stelle auch mies drauf gewesen.. Armes Tierchen….

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  4. Oh Gott oh Gott :O wir waren glücklicherweise noch nie in einer solchen Situation und hoffe , dass die uns auch weiterhin verschont bleiben … schade, dass eine solche Verantwortung gegenüber Hund und Kind nicht ernst genommen wird , es hätte ja sonst was passieren können ..:-(

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  5. Ich hätte mich da auch überhaupt nicht zurück halten können! Klar weiß man nicht, ob Hunde oder Kinder zuerst da waren, aber muss sie jetzt allesamt mit zum einkaufen nehmen? Und vor allem im Laden die Kinder mit Hund alleine lassen und woanders einkaufen ? Also entschuldigt bitte, aber das geht überhaupt nicht!

    Klar gibt es auch bei uns immer mal unangenehme Situationen, aber sowas haben wir Gott sei Dank noch nie erleben müssen! Zum Glück geht es Kaya gut und sie hat keine weiteren Schäden von dieser unangenehmen Erfahrung davon getragen.

    Liebe Grüße,
    Doxa mit Hayley und Darida

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  6. Das tut mir echt leid, dass ihr so eine Erfahrung machen musstet 😦 Ich hätte ähnlich reagiert, mich in dem Fall (gerade weil nicht mal eine Entschuldigung kam) wohl wesentlich mehr aufgeregt.

    Leider werden wir öfter in solche Situationen verwickelt und am Ende steh ich dann als arrogante Zicke da, weil ich es wage das anzusprechen und nicht einfach hinzunehmen. Schließlich geht es um meine Hunde und letztlich um die Sicherheit aller sich in Reichweite befindlichen Personen. Letztens bei uns vor dem Haus.. Ich hol Diego raus (aus dem Auto). Seh aus den Augenwinkeln eine französische Bulldogge auf uns zu kommen. Diego wollte sofort auf ihn losgehen. Ich stoppe ihn mit dem Signal. Er reagiert sofort. Klick, Belohnung. Anstatt mit dem Hund weiter zu gehen, lässt sie ihn aber immer weiter zu Diego. Nachdem ich das zweite Mal freundlich (aber deutlich) drum gebeten hab Abstand zu halten blieb mir nix anderes übrig als den Hund selbst abzuwehren und weiter zu schieben. Und schon werd ich von ihr angemacht, dass sie ja bis vor ein paar Tagen einen Gips getragen hat und sich nicht in der Lage sieht ihren Hund an der Leine weiter zu führen. Ich: Sorry, das tut mir leid mit dem Bein – ABER erstens seh ich dir das nicht an dass du einen Gipst getragen hast und wenn du den Hund weder sicher an der Leine halten noch führen kannst, musst du dir jemanden suchen der das für dich übernimmt. Denn wir sind gerade mitten im Training, du wirfst uns zurück und jetzt stell dir vor er schleift dich einmal quer über die Straße weil er wo hin will oder du fällst und brichst dir gleich wieder was. Ohhhh, da hatte ich ja was gesagt. Wie kann ich nur so egoistisch und arrogant sein..! Mal davon ab, ich habe bereits mehrere Bandscheibenvorfälle hinter mir und teils so starke Schmerzen, dass ich kaum kriechen kann. Dann muss mein Mann mit ihnen los und wenn er nicht kann muss ich in den sauren Apfel beißen und jemand damit beauftragen. Aber alles andere ist fahrlässig.

    Kayla wurde auch schon von einer Schäfi-Hündin fast über den Haufen gerannt, weil Herrchen die Leine nicht halten konnte (Hexenschuss). Sowas muss nicht sein und jeder Halter sollte sich vorher einen Plan B überlegen für den Fall der Fälle.

    Ich hoffe die Dame passt jetzt besser auf ihre Brut und den Hund auf.. Aber da ist die Hoffnung wohl vergebens…

    Liebe Grüße

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  7. Ach ich wollte dir schon gestern schreiben. Wahnsinn, was du da erlebt hast. So richtig zum Aus-der-Haut-fahren! Völlig verantwortungslos… Ich habe vergleichbares zum Glück noch nicht erlebt. Gut dass ihnen jemand so geduldiges wie du begegnet ist.

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