Hundeleben

1x Frankreich und zurück – mit Kaya in Paris

Hallöchen ihr Lieben. 
Wir hatten uns vor kurzem entschlossen einen kleinen Kurzurlaub in Frankreich zu machen – wie immer natürlich mit Kaya. Nach 5 1/2 Stunden Anfahrt, die sie mit einigen Zwischenstopps brav in ihrem Sitz verbracht hat, erreichten wir endlich den unser Ziel. Ein kleines Hotel – 20 Minuten Autofahrt vom Pariser Zentrum entfernt – das optisch an eine kleine Ritterburg erinnern sollte. Bis dahin zu schön um wahr zu sein, denn ab da nahm das Unglück langsam seinen Lauf. Als wir fragten wo wir das Parkhaus finden können, welches in der Hotelbeschreibung genannt war, stellte sich heraus, dass es überbucht war. Wir hätten somit pro Nacht 30€ für ein öffentliches Parkhaus bezahlen müssen, da Parkplätze in und um Paris absolute Mangelware sind. Zusätzlich hätten wir unser komplettes Gepäck – inklusive Kaya’s Körbchen – gute 10 Minuten durch die Stadt tragen müssen. Wir entschieden uns deshalb, das Gepäck erst einmal im Auto zu lassen, ein wenig in die Innenstadt zu fahren und später nach einer Lösung für unser Parkplatzproblem zu suchen. Im Stadtzentrum angekommen, entschlossen wir uns Schloss Versailles anzuschauen. Dass Hunde dort, bis auf die äußere Parkanlage verboten sind, damit hatten wir nicht gerechnet. Also würde aus der Besichtigung des Geländes ein ausgedehnter Spaziergang im angrenzenden Schlosspark. Besser als nichts und immerhin konnte man durch den Zaun von außen wenigstens ein bisschen vom Schloss und den Gärten sehen. Gute 1 1/2 Stunden sind wir umher marschiert. Auch, um Kaya für die lange Autofahrt zu „entschädigen“. Anschließend führen wir Richtung Eiffelturm und suchten rund eine Stunde nach einem Parkplatz – damit hatten wir allerdings gerechnet, denn wer mit dem Auto in die Pariser Innenstadt fährt ist selbst schuld. Den Eiffelturm konnte man bereits von weitem sehen uns meine Vorfreude stieg ins Unermessliche. Nach erfolgreicher Parkplatzsuche machten wir uns zu Fuß auf den weg und ich war etwas entsetzt, wie rücksichtslos sich die Menschen meinem Hund gegenüber benommen hatten, dass sie nicht komplett über den Haufen gerannt wurde grenzt an ein Wunder. Des weiteren könnte ich dankbar sein, dass ich daran gedacht hatte genug Kackitüten mitzunehmen, denn in ganz Paris konnte ich nicht einen einzigen Tütenspender entdecken. Sehen die Spender dort vielleicht komplett anders aus? Bitte klärt mich auf.^^

tuermchen

Nach gut zwei Stunden und einigen Fotos später machten wir uns eigentlich auf den Rückweg zum Hotel – eigentlich. Zu diesem Zeitpunkt war Herrchen nämlich schon etwas genervt, aufgrund des Parkplatzvorfalls im Hotel am Vormittag. Mittlerweile wurde es dunkel – es war 18 Uhr – also kam das was kommen musste… wir landeten im Feierabendverkehr. Genau dann meldete sich unser Auto und wollte getankt werden – natüüüürlich! 700 Meter bis zur nächsten Tankstelle. Glück gehabt… oder auch nicht. Für diese 700 Meter brauchten wir mehr als eine Stunde. Der beste Beweis dafür, wie heftig das Verkehrschaos dort ist, denn zusätzlich zu den Autos wuseln überall Motorroller wie wild gewordene Ameisen herum – StVO Fehlanzeige. An der vermeintlichen Tankstelle angekommen, entdeckten wir eine einsame Zapfsäule für Diesel am Straßenrand. Gezahlt wird mit Kreditkarte… beides ein Ausschlusskriterium – also weitersuchen. Dort brannten meinem Freund dann endgültig die Sicherungen durch und er entschied sich auf der Stelle den Heimweg anzutreten (nachdem wir eine brauchbare Tankstelle gefunden haben!). Das Hotel war zwar bezahlt aber manchmal muss man gewisse Dinge als Lehrgeld sehen. Frankreich ist definitiv nicht unsere Welt und meiner Meinung nach ist Paris alles andere als geeignet für einen Urlaub mit dem Vierbeiner. Dies ist natürlich nur mein ganz persönlicher Eindruck und ich freue mich für jeden, der dort einen weniger chaotischen Urlaub mit oder ohne Vierbeiner verbringen konnte. 

Wart ihr schon einmal mit eurem Vierbeiner in Paris? Und habt ihr dort auch ähnliche chaotische Erfahrungen machen müssen?

10 Kommentare zu „1x Frankreich und zurück – mit Kaya in Paris

  1. Huh, das hört sich ja gar nicht schön an! 😦
    Da bin ich mal neugierig, im April verreise ich mit Toffee auch nach Paris, Ich bin mal gespannt welche Erfahrungen wir dort machen, Toffee ist ja noch kleiner, Ich hoffe er wird nicht zertrampelt 😦
    Ich hoffe ihr könntet jetzt wenigstens daheim noch abschalten und habt alles gut verkraftet! 🙂

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    1. Ja, war sehr schade, dass es so gelaufen ist aber das passiert halt auch mal. Hoffe, dass es bei euch besser wird und wünsche euch schon einmal viel Spaß. 🙂
      Den Rest der Woche haben wir in der Tat gemütlich zu Hause verbracht. 😀
      Liebe Grüße

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  2. Das tut mir so leid…. Ich weiß, wie sehr man sich freut und wie groß die Enttäuschung dann ist. Ich hoffe sehr, das Euer nächster Urlaub schöner wird.

    Es erinnert mich an unseren Urlaub in Eckernförde Ende September. Diesen haben wir auch frühzeitig abgebrochen, weil Sockes Futter, von mir eingeweckt, verdorben war, das Hotel total unpraktisch und unfreundlich war, es nur regnete und wir auf der Anreise 8 Stunden für 350 km brauchten. So einen Höllenritt hätte ich auf der Rückreise nicht gebrauchen können.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  3. Ihr seid mit Auto nach Paris reingefahren? Ihr seid ja hardcore drauf. Wir haben zwischen Disneyland und Paris unser Hotel gehabt (aber ohne Hund!) und sind dann immer mit der RER reingefahren.

    Aber Paris ist auch keine Stadt für uns und hey seht es mal so: Ihr hattet einen schönen Tagesausflug!

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  4. Das tut mir echt leid für Euch, dass es Euch so gar nicht gefallen hat 😦 Ein paar kleine Anmerkungen dazu:
    1. Frankreich ist NICHT Paris! Frankreich ist eines der hundefreundlichsten Länder, die ich kenne, super entspannt und auch für Menschen wunderschön.Ideale Reiseziele mit Hund sind für mich die Normandie und Bretagne – ein wahrgewordener Hundetraum 🙂
    2. Paris selber würde ich freiwillig allerdings nicht mit Hund besuchen, wenn es nicht wirklich sein muss – zu laut, zu voll und das, was an Paris reizvoll ist, kannst Du nicht mit Hund besuchen.
    3. Es gibt so ein paar NoGos in Paris. Eines davon: Autofahren! Ich vermeide schon, über den Périphérique zu fahren, zumindest in Stosszeiten. Idealerweise stellt man das Auto irgendwo außerhalb ab und nimmt Metro (keine Hunde erlaubt 😦 ) oder RER (Hunde dürfen mit)
    4. Tanken tut man am besten und günstigsten an Supermarkttankstellen.
    5. Kotbeutelspender sind in vielen Städten Frankreichs rar. Vorbildlich finde ich da Le Havre, das über 200 gut gefüllte Beutelspender über die Innenstadt verteilt hat 🙂

    Fazit: Wenn Ihr nach Paris wollt, lasst Kaya Zuhause. Wenn Ihr mit Kaya Urlaub in Frankreich machen wollt, kommt zu uns in die schöne Normandie.

    Liebe Grüße
    barbara mit Idgie und Ben

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  5. Es tut mir leid, dass ihr so schlechte Erfahrungen gemacht habt. 😦
    Paris ist meine absolute Lieblingsstadt.
    Ich liebe den Charme der einzelnen Viertel, die alle völlig unterschiedlich sind.

    Mit Smartie würde ich allerdings eher nicht dort Urlaub machen und wenn dann zur schlecht-Wetter-Zeit, wenn nicht ganz so viel los ist.

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  6. Oh jeeee… das tut mir leid, dass ihr so schlechte Erfahrungen gemacht habt.
    Ich war vor vier Jahren mit Shiva als Abschluss unseres Sommerurlaubs. Mein Auto stand in Hotelnähe in einer eher… naja Ecke von Paris. Dann waren wir zusammen auf Schusters Rappen unterwegs. Wir haben eine wunderschöne Stadt besichtigt und viele Fotos gemacht. Die meisten Franzosen waren total nett und ich bin mit Shiva kackfrech Metro gefahren, was sie großartig gemeistert hat.
    Ich würde aber trotzdem nicht mehr nach Paris fahren – jedenfalls nicht mit Hund.
    Flauschige Grüße
    Sandra und Shiva

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  7. Warum ausgerechnet Paris? Ich kann mich nur meinen Vorrednern anschließen, die die Normandie empfohlen haben. Wir waren im September 2 Wochen in einem Haus an der Küste und ich muß sagen, „der“ hndefreundlichste Urlaub ever. Wir hatten in keinem Restaurant Probleme, es war sogar eher so, das man uns Tische empfohlen hat oder wir für mehr Platz auch gerne den Tisch wechseln durften. Wir waren vorher zweimal hintereinander in Schweden, sorry, aber kein Vergleich! Dort darfst du mit Hund erst garnicht ins Restaurant. Was sehr auffällig war und was wir so zuvor auch noch nicht erlebt hatten, ist die offene Art und Weise, mit der man uns begegnete. Obwohl weder ich noch meine Frau französisch sprechen, bis auf einige wenige Worte, haben fast alle sofort ins Englisch gewechselt oder sogar deutsch mit uns gesprochen. Irgendwie komme ich nicht umhin zu sagen, das es für unsere Hunde und für uns, der bislang schönste Urlaub war.

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