Erziehung

Kleine Alltagsrituale

Hallöchen ihr Lieben Kleine Rituale erleichtern den Alltag. Das haben wir zumindest für uns persönlich festgestellt. Es gibt immer wieder Situationen in denen es definitiv nützlich ist, wenn dem Hund ein geregelter Ablauf beigebracht wird. Dies möchte ich euch heute anhand einiger Beispiele verdeutlichen.

Futter-Ritual

Kaya ist aufgrund der Tatsache, dass sie aus dem Tierheim stammt sehr verfressen und natürlich auch dementsprechend aufgeregt wenn es Futter gibt. Anfangs hat sie sich nur so auf ihren Futternapf gestürzt und alles so schnell herunter geschlungen, dass es nicht selten vorkam, dass das Futter leider den selben weg wieder zurück genommen hat. Es musste also schnell eine Lösung her damit Kaya nicht mehr so unter Strom steht wenn sie Futter hat. Die Lösung war, dass sie unbedingt ihre Aufregung ablegen muss, bevor sie Futter bekommt. Aus diesem Grund mache ich es so, dass ich mich mit dem gefüllten Napf in der Hand in die Küche stelle – wo sie auch gefüttert wird – und so lange warte, bis sie sich beruhigt hat und sich ganz entspannt hinsetzt und wartet bis der Napf an seinem Platz steht. Das Kommando „Sitz!“ ist hierfür natürlich erlaubt – man muss nicht warten bis der Hund sich von alleine setzt. Im Idealfall tut er dies aber.  Steht sie auf bevor ich den Napf auf den Boden gestellt habe nehme ich ihn wieder weg. So hat sie mit der Zeit gelernt entspannt sein zu müssen um Futter zu bekommen und nicht gierig darauf zu warten bis denn endlich dieser böse Napf auf dem Boden steht. Mittlerweile macht sie es ganz von alleine. Wenn man ihr Futter zubereitet steht sie neben einem und schaut zu. Sobald das Futter fertig ist setzt sie sich hin und wartet bis sie essen darf. Das Problem Schlingen und Erbrechen hatte sich somit erledigt und gehört nun der Vergangenheit an.

Nach Draußen gehen

Viele Hunde möchten natürlich unbedingt der Chef im Haus sein. Das war bei Kaya natürlich auch so. Als Teenager-Plüschball hat sie oft ihre Grenzen ausgetestet und hat versucht, ihr „Rudel“ anzuführen. Dies hat sich beispielsweise dadurch bemerkbar gemacht, dass sie immer zuerst aus der Tür heraus und zur Tür hinein wollte. Mit Einkäufen in der Hand kann so etwas schnell ziemlich gefährlich werden und so entschloss ich mich dieses Verhalten schnellstmöglich zu unterbinden. Die Lösung dafür habe ich mir übrigens aus der Serie „Der Hundeflüsterer – Cesar Milan“ abgeschaut. Hierfür habe ich sie an eine kurze Leine genommen. Dann den Arm mit der Leine in der Hand nach hinten ausgestreckt um sie hinter mir zu lassen und habe die Tür geöffnet. Bei den ersten Versuchen hat Kaya natürlich direkt probiert sich an mir vorbeizuquetschen. Auf dieses Verhalten hin habe ich die Tür einfach wieder geschlossen, einen Moment gewartet und es wieder versucht. Blieb sie brav hinter mir stehen oder sitzen sind wir gemeinsam durch die Tür gegangen. Ich zuerst – dann sie. Macht der Hund alles wie erwartet wird natürlich ausgiebig gelobt.  Mittlerweile lässt sie mich auch ohne Leine immer zuerst durch die Tür.  Ein tolles Ergebnis und je nachdem was sich vor der Eingangstür befindet auch wesentlich sicherer für den Vierbeiner.

 

Ablein-Ritual

Kaya war immer sobald sie merkte – die Leine kommt weg – total aufgeregt und stürmisch. Das kann für Hund und Halter ziemlich schmerzhaft werden. Denn wenn man versucht den Hund abzuleinen und dieser losspringt obwohl die Leine noch am Halsband ist, zieht der Vierbeiner sich den Hals zu und Frauchen klemmt sich eventuell ziemlich böse die Finger, stürzt, oder Ähnliches. Hier kann man ganz einfach Abhilfe schaffen. Wenn ich Kaya von der Leine lasse gebe ich immer zuerst den Befehl „STOP!“ auf dessen sie sofort stehen bleibt (übrigens auch sehr praktisch wenn der Hund voraus läuft und man eine Straße überqueren möchte!). Anschließend lasse ich sie „Sitz!“ machen. Im Anschluss verwendete ich Anfangs noch den Befehl „Bleib!“ aber der ist mittlerweile nicht mehr nötig. So bleibt sie sitzen, bis ich die Leine losgemacht habe und „Okay!“ oder „Lauf!“ sage – sie reagiert auf beides.  Für mich ist es eine enorme Erleichterung denn das Gezerre war für mich immer sehr anstrengend!

Habt ihr auch Rituale mit euren Vierbeiner?  Wenn ja – welche? 

2 Kommentare zu „Kleine Alltagsrituale

  1. Wir haben auch einige Rituale. Dadurch, dass Cina Tbl nehmen muss ist das erste was wir morgens machen dies. Sie weiß es auch ganz genau und geht zielstrebig auf ihren Platz wo sie die Tbl, verpackt in ein Leckerlie, bekommt. Wir haben die selben Rituale beim aus der Tür raus und beim Leine ab. Wobei ich sie nur Sitz machen lasse, dann ableine und ihr daran das Kommando „Guck “ gebe. Damit sie sich nochmal auf mich konzentriert. Danach gibt es das Laufsignal. Ansonsten haben mein Freund und sie das Ritual, dass sobald er heimkommt erstmal ausgiebig auf der Couch gekuschelt wird und da freut sie sich jedes Mal wenn bolle:)

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  2. Wir haben ähnliche rituale:wenn ich Irmas napf runter stelle,bekommt sie ein „nein“ und nur wenn sie mir in die augen schaut,bekommt sie ihr friss-kommando.
    Und wenn wir ins bettchen gehen,bekommt sie IMMER ein betthupferl 🙂

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